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Pfarrkirche St. Jakobus in Fraxern

Bei der Gründung der Pfarre „Frachsneren“ – Abtrennung von der Mutterpfarre „Unsere liebe Frau zu Rannckhwil“  -  im Jahre 1502  -  bestand in Fraxern schon eine Kapelle. Diese wurde zur Pfarrkirche erklärt und über Jahrhunderte hinweg ausgebaut. 1760 wurde sie bei einem Brand stark beschädigt!

 

Das in Ostrichtung stehende Gotteshaus wurde immer baufälliger, und so fasste am 5. August 1898 die Gemeindevertretung auf Initiative von Pfarrer Vetter anlässlich des „20jährigen Regierungsjubiläums Sr. Heiligkeit Papst Leo III. und des 50jährigen Regierungsjubiläums Sr. k. k. apostol. Majestät unseres allergnädigsten Kaisers Franz Josef I.“ den einstimmigen Beschluss zum Kirchenneubau und verfügte, dass die Gemeindeholzerlöse der Jahre 1895 – 1898 (40.000 Kronen) als Kirchenbaufonds gewidmet wurden. Eine Bürgerversammlung bestätigte einstimmig diese Vorgangsweise

 

Im Jahre 1900 wurde die Kirche abgerissen und durch das heutige im neugotischen Stil erbaute Gotteshaus ersetzt. Der Neubau wurde von Baumeister Seraphin Pümpel / Feldkirch geplant und vom Maurermeister Keckeis aus Lustenau und einem gebürtigen Fraxner, dem in Klaus wohnhaften Bauleiter Wilhelm, mit großer Unterstützung der Dorfbevölkerung innerhalb von zwei Jahren errichtet.

 

Insgesamt leisteten die Ortsbewohner 2.900 Tage Frondienst. Wenn man bedenkt, dass Fraxern im Jahre 1900 nur 371 Einwohner hatte und das Kirchenschiff allein mit 256 Sitzplätzen versehen wurde, kann man erahnen, wie tief der christliche Glaube in unseren Vorfahren verwurzelt war und welche Opfer sie bereit waren, für diesen Kirchenbau zu bringen.

 

Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass Pfarrer Vetter die fehlenden Geldmittel für die gesamte Inneneinrichtung durch Sammlungen innerhalb und außerhalb der Gemeinde „erbettelte“. Die Baukosten beliefen sich auf 56.677,06 Kronen.

 

Am 17. Mai 1905 wurde die Kirche von Fürstbischof Dr. Josef Altenweisel zu Ehren des hl. Apostels Jakobus des Älteren eingeweiht.