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Kinder im Auto vor Hitze schützen

Sicherheitstipp Sicheres Vorarlberg

Hitze im Auto ist schon für Erwachsene fast unerträglich. Für Kinder kann sie sogar tödlich sein, wie dramatische Zwischenfälle immer wieder einmal zeigen. „Kinder schwitzen im Verhältnis mehr und verlieren schneller Flüssigkeit“, erklärt Primaria Edda Haberlandt, Leiterin der Pädiatrie im Krankenhaus Dornbirn. Als Folge davon kommt es zum Hitzestau, der Kreislauf bricht zusammen und das Kind kann binnen kürzester Zeit sterben. „Kinder dürfen deshalb nie im Auto zurückgelassen werden“, mahnt die Ärztin. Das gilt auch dann, wenn nur kleine Besorgungen zu erledigen sind. Ein schlafendes Kind nicht wecken zu wollen ist zwar gut gemeint, aber eine schlechte Entscheidung. Auch, weil sich das Autoinnere sehr schnell aufheizt. „Es wird vielfach unterschätzt, wie rasant das vor sich geht“, sagt Haberlandt. Binnen einer halben Stunde kann die Temperatur im Fonds des Wagens von 20 auf über 40 Grad steigen und so zur Todesfalle für Kinder werden. „Passanten, die ein Kind in einem geschlossenen Auto entdecken, sollten unbedingt und schnellstens die Polizei verständigen“, betont Edda Haberlandt.

Mario Amann von Sicheres Vorarlberg empfiehlt:

  • Kinder nie alleine im Auto lassen, auch nicht für kurze Zeit.
  • Geöffnete Fenster, auch wenn sie ganz offen sind, sind kein Garant dafür, dass es im Inneren des Autos nicht zu warm wird.
  • Sonnenschutzblenden oder -matten verhindern, dass sich das Auto stark erhitzt. Trotzdem vor dem Einsteigen alle Türen öffnen und kurz durchziehen lassen.
  • Autofahrten in den heißen Mittagsstunden vermeiden.
  • Kindersitze und Gurte können sich stark erhitzen. Vor dem Hineinsetzen sicherheitshalber mit der Hand überprüfen.
  • Unbedingt ausreichend trinken!
  • Nicht an der Klimaanlage sparen. Um Erkältungen zu vermeiden, sollte sie jedoch nicht direkt auf Personen gerichtet sein.
  • Was bei Hitze im Auto für Kinder gilt, gilt ebenso für Tiere.